Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

  

Nehmen Sie sich kurz Zeit um zu erfahren, was aus Ihrem Geld wird.

Von z.B. 60,00 € für 1 Behandlung, bleiben dem Therapeuten netto ca. 15,00 € (rd. 25%)

Ca. 30% gehen für Betriebskosten wie Miete, Praxisreinigung, Versicherungen, Praxisbedarf, PKW, Nebenkosten, Steuerberater etc. ab, es bleiben ca. 42,00 €.       

Ca. 35 % gehen für Steuern von den verbliebenen 42,00 € ab, es bleiben ca. 27,50 €Davon gehen ca. 20 % für Altersvorsorge ab. Es bleiben ca. 22,00 €.

Arbeitsaufwand für Rechnungen/Mahnungen/Buchhaltung/Vorbereitung, pro Monat ca. 15 Std. Dieser Betrag geht anteilig von den 22,00 € noch ab, Rechnungen, die aufgrund von Privatinsolvenz / Betrug nicht beglichen werden, ca. 2.000 €/Jahr, auch. (zuzügl. Gerichtskosten)

Findet nur eine Beratung, Bestrahlung etc. statt, so darf hier ein nur viel geringerer Betrag berechnet werden, als z.B. bei einer manuellen Behandlung, obwohl der Zeitaufwand oft dem einer Behandlung gleicht. Pro Woche erscheinen durchschnittlich 3 Patienten, ohne Absage, nicht zum vereinbarten Termin oder sagen kurzfristig ab, ohne dass ich die Chance habe, diesen neu zu vergeben. Bei 52 Wochen im Jahre, abzüglich Urlaub etc., macht das rund 8.000 € (bei 60,00 € pro Termin) Verlust durch ungenutzte, blockierte Termine pro Jahr*. Dies alles muss von allen Patienten mit kompensiert werden. Von 60,00 € bleiben so rund 15,00 € netto pro Behandlung übrig. Rund 75% der Monatseinnahmen dienen der Praxisführung. Eine Woche erkrankt/im Urlaub (25% des Monats) bedeutet, manchmal fast kein Nettoeinkommen mehr für diesen Monat.

Ausbildung, Praxisausstattung kosten schnell über 30.000 € plus Instandhaltung, beides muss noch pro Behandlung anteilig mitfinanziert werden. Noch nicht in der Beispielrechnung enthalten.

Diese Beispielrechnung soll verdeutlichen, warum ich chiropraktische/osteopathische Behandlungen, egal wie lange oder kurz sie dauern, unter 60,00 € nicht anbiete. Außer im Rahmen einer laufenden Therapie und ab fünf Terminen pro Kalenderjahr. (siehe Behandlungskosten).

Alle Prozentangaben sind Standardwerte, die sich, von kleineren Abweichungen abgesehen, auf die meisten Privatpraxen übertragen lassen. Wenn Personal dazukommt, ändert sich der Kostenanteil. Bei dieser Berechnung wird durchschnittlich von 1, 5 Patienten pro Praxisstunde (incl. Vor-und Nacharbeiten) ausgegangen.

Nicht jeder ist bereit oder in der Lage meine Gebührensätze zu bezahlen. Mit den vorstehenden Hintergrundinformationen  ist sicher den Meisten verständlich, das geringere Gebührensätze nicht realistisch wären.  Der Beruf ist sehr erfüllend, aber es muss sich auch ein wenig  rechnen.

*Aus diesem Grund, berechne ich nicht eingehaltene Termine, die nicht 24 Std. vorher abgesagt wurden, mit 30,00 €. Bei unbekannten, neuen Patienten/Erstterminen nicht möglich.

 

Die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH), ein Relikt aus dem vorigen Jahrtausend.

Die Erstattungshöhe durch Versicherungen bei Privat-/Zusatzversicherten kann bei Heilpraktikern nicht die alleinige Grundlage der Berechnung/Kalkulation sein. Die Gebührenordnung von Heilpraktikern stammt aus dem Jahre 1983, wurde seitdem nicht mehr angepasst. 35 Jahre keine Gehaltserhöhung. Die Gebührenordnung für Ärzte wird regelmäßig angepasst.

Heilpraktikern wird laut Gebührenordnung für eine Akupunktur z.B. rund 25,00 € zugestanden, einem Arzt 75,00 € bei oft vergleichbarer Ausbildung. Heilpraktiker, die nur nach der Gebührenordnung abrechnen, sind oft nebenberuflich (Liebhaberei) tätig oder haben weitere Einkommen. Eine Vollzeitpraxis kann nur nach Gebührenordnung nicht professionell geführt werden. Deshalb gilt die Gebührenordnung in meiner Praxis nur eingeschränkt und  Rechnungen werden von Versicherungen nicht immer voll erstattet.

Man stelle sich vor, das im KFZ Bereich Schäden nach Bedingungen von 1983 erstattet würden und den Rest müssten die Versicherten tragen. Es wäre, wie bei Ärzten, undenkbar. Je größer die Lobby...

Diesem Beruf sollte man seriös, mit Freude und aus Leidenschaft nachgehen, wer reich werden möchte, der sollte sich besser etwas Anderes aussuchen.

 

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?